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Noch eine private Motorradseite?

Private Motorradseiten gibt es viele. Einige davon sind richtig gut gemacht und werden gepflegt. Es gibt aber auch viele Seiten, die nach der ersten Anfangseuphorie in den Ansätzen stecken geblieben sind oder deren Macher mit der aktuellen Rechtschreibung deutlich erkennbar auf Kriegsfuß stehen.

Die Domain bikerpages.de besitze ich seit über 10 Jahren und genau so lange besteht schon der Wunsch, ebenfalls eine eigene Motorradseite aufzubauen. Zeitmangel, zeitweiliges Desinteresse, stürmische Zeiten im Privat- und Berufsleben und das Wissen um das Scheitern Anderer mit solchen Projekten sorgten dafür, dass es bisher beim Wunsch blieb.

Meine Absicht war allerdings nie, eine technisch gefärbte Schrauberseite aufzumachen, dafür fehlen mir definitiv die Kenntnisse. Ich kann an meiner Maschine die Glühbirnen wechseln, Öl nachfüllen, die Batterie laden und nicht allzu komplizierte Anbauteile montieren, aber alles, was darüber hinausgeht, lass ich die Werkstatt machen. Die haben das gelernt und können es deshalb richtig gut.

Was ich gelernt habe und, das traue ich mich zu sagen, inzwischen richtig gut kann, ist das Organisieren von Touren und das Führen von Gruppen. Das mache ich nicht nur privat, sondern manchmal auch beruflich (mehr dazu an anderer Stelle). Der Umgang mit Karten, Tourenbeschreibungen, Routenplanern, Navi und Reiseführern liegt mir und damit kann ich Stunden und Tage verbringen.

Ich möchte meine Leser durch das Projekt bikerpages.de an meinen Touren, den vergangenen und den aktuellen, teilhaben lassen und ihnen den einen oder anderen Tipp für eigene Tourenplanungen geben. Die Seite wird Zug um Zug auf- und ausgebaut. Ich freue mich, wenn du immer mal wieder vorbeischaust und mir auch Rückmeldung gibst zu meinem Projekt.

„Mit dem Maire nach Cavalaire“ 2016

Die nächste Partnerschafts-Motorradreise in unsere südfranzösische Partnerstadt wird vom 4. bis 9. Mai 2016 stattfinden. 32 Teilnehmer auf 28 Motorrädern gehen in vier Gruppen auf die Reise. Wie vor zwei Jahren bin ich für die Streckenplanung und Organisation verantwortlich und führe eine der Gruppen. Inzwischen ist alles etwas entspannter und weniger aufregend für mich, aber das Reisefieber wird mich garantiert wieder heimsuchen. Ich habe mir vorgenommen, hier täglich einen kurzen Reisebericht einzustellen und euch so an der Tour und unseren Erlebnissen teilhaben zu lassen.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Donnerstag, 5. Mai 2016

Freitag, 6. Mai 2016

Samstag, 7. Mai 2016

Sonntag, 8. Mai 2016

Montag, 9. Mai 2016

„Mit dem Maire nach Cavalaire“ 2014

Wolfach pflegt seit 1984 eine Städtepartnerschaft mit Cavalaire sur Mer an der Cote d’Azur, ca. 20 km westlich von Saint Tropez. Seit über 20 Jahren gibt’s auf Initiative unseres langjährigen Bürgermeisters (frz.: Maire) neben den regelmäßigen Busreisen eine Partnerschafts-Motorradreise nach Südfrankreich. Nachdem er als begeisterter Biker die Tour immer selbst organisiert und geführt hatte, musste er die Leitung 2014 aus gesundheitlichen Gründen abgeben.

Da ich von Anfang an in dieser Städtepartnerschaft engagiert war und auch schon zweimal eine Motorradtour nach Cavalaire mitgemacht hatte, durfte ich die Leitung der Tour übernehmen. Traditionstermin für die Tour ist das lange Wochenende über Christi Himmelfahrt und die sechs Tage waren natürlich längst im Kalender geblockt. Nun aber verwandelte sich die erwartete lockere Kurzurlaubstour in den Süden plötzlich in einen dienstlichen Auftrag.

Touren zu organisieren und zu führen hatte ich längst gelernt, aber eine mehrtägige Tour mit einer größeren Gruppe ins Ausland zu leiten war dann doch eine neue Herausforderung. Zusammen mit einem Tourguide-Kollegen vom Schwarzwald Biker-Weekend, der auch schon öfter bei der Partnerschaftsreise dabei war, wurde die Strecke ausgesucht. Die Reisevorbereitungen mit Fahrzeug-Check und Abarbeiten der Packliste waren kein Problem, aber die letzten drei Tage vor dem Start wurden dann doch zu einer arg strapaziösen Angelegenheit für meine Nerven.

Habe ich an alles gedacht? Funktioniert das Navi auch wirklich? Hab ich die GPX-Daten auch wirklich sorgfältig erstellt? Was mach ich, wenn ich mich verfahre? Und wenn es die ganze Zeit regnet? Haben meine Mitfahrer alles genauso sorgfältig vorbereitet wie ich? Zu allem Übel setzte bei mir, wie meist vor großen Touren, heftiges Reisefieber ein, das mich nachts kaum noch schlafen lies.

Aber alles war wie weggeblasen, als ich am 28. Mai, einem Mittwoch, morgens um sieben am Wolfacher Bahnhof stand und auf meine Mitfahrer wartete. In zwei Gruppen starteten wir zur ersten, 470 km langen Etappe über den Sundgau und durch den französischen und schweizerischen Jura zur Zwischenübernachtung in der Nähe von Annecy. In bester Stimmung erreichten wir am zweiten Reisetag, dem Himmelfahrtstag, unser Ziel Cavalaire sur Mer.

Nach zwei herrlichen Tagen am Meer begann am Sonntagmorgen die Heimreise, wiederum mit Zwischenübernachtung bei Annecy. Ein besonderer Höhepunkt im doppelten Sinn war am ersten Rückfahrtag die Fahrt über den Col du Telegraphe und den Col du Galibier (2.642 m), bei denen erst am Tag vorher die Wintersperre aufgehoben worden war.

12-Täler-Tour

Langgezogene Täler prägen den mittleren Teil des Schwarzwalds, weshalb man unsere Region auch den Tälerschwarzwald nennt. Auf dieser Tour lernst du einige kleine, unscheinbare, aber auch markante Täler rund um Wolfach kennen.

Ca. 280 km

GPX-Daten sind vorhanden, allerdings noch nicht bearbeitet. Falls du sie haben möchtest, setze ich dich gerne auf die Warteliste.

Zu den Königen der Südvogesen

Die Bergwelt der Vogesen wird von den drei Ballons geprägt. Diese große Tagestour führt über Mulhouse – Thann – Giromagny – Ballon d’ Alsace (1.247 m) – Col de Bussang (Moselquelle, 731 m) – Grand Ballon (1.424 m) – Col du Platzerwasel (1.183 m) – Petit Ballon (1.272 m) – Col du Wettstein (882 m) – Ribeauvillé – Riegel

Ca. 420 km

GPX-Daten sind vorhanden, du darfst mich gerne danach fragen.

Zwischen Wald und Reben

Über die Vorbergzone des Schwarzwalds führt dich die Tour zum Kaiserstuhl, du besuchst Breisach und kurvst durch die Rebhänge des Markgräflerlandes. Vorbei an Staufen und Badenweiler erreichst du das Kurvenparadies Südschwarzwald. Nach der Mittagspause in St. Blasien geht es über viele Schlenker durch den Hochschwarzwald zurück ins Kinzigtal.

Ca. 350 km

GPX-Daten sind vorhanden, du darfst mich gerne danach fragen.

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Tipps für Tourguides

Du möchtest selbst eine Gruppe führen, hast aber wenig Erfahrung in der Planung und Durchführung einer Tour? Hier sind ein paar Tipps, die ich meinen neuen Guides beim Schwarzwald Biker-Weekend immer mit auf den Weg gebe:

  • Klare Ansagen – klare Erfolge: Formuliere kurz und knackig, denn Tourenbeschreibungen sind keine Romane. Die Teilnehmer wollen wissen, wo es lang geht, wo Pausen gemacht werden und was sie sonst noch erwartet. Angaben zur Länge, Tourdauer und besonderen Anforderungen helfen den Interessenten bei der Entscheidung, ob sie sich die Tour zutrauen können.
  • Kampf der Langeweile: Der Wechsel von breiten und schmalen, von geraden und kurvigen Strecken erhöht den Fahrspaß für die Teilnehmer, aber auch für dich.
  • Mach mal Pause: Regelmäßige Pausen halten Körper und Geist frisch und leistungsfähig. Sage die Dauer der Pause gleich zu Beginn an, dann sind auch alle pünktlich wieder startklar. Animiere deine Teilnehmer zum trinken (aber kein Alkohol!), denn der Körper verliert trotz Schutzkleidung durch den Fahrtwind mehr Flüssigkeit als man denkt.
  • Tankstopps nicht vergessen: Wann getankt wird, richtet sich nach dem Motorrad mit der geringsten Reichweite. Frage unbedingt vor dem Start nach! Wenn du die Gruppe nicht kennst, plane vorsichtshalber alle 180 bis 200 km eine Tankmöglichkeit ein. Achte darauf, dass immer alle zusammen tanken, damit stets genug Sprit im Fass ist für die nächste Etappe.
  • Zeit hat man nie genug: Manche Fahrer überschätzen sich und wählen die falsche Tour. Sie können das Tempo nicht mithalten und bringen den Zeitplan durcheinander. Plane Zeitreserven ein und überlege, wo du notfalls abkürzen kannst, um dies auszugleichen.
  • Nur einer sagt, wo’s langgeht: Der Tourguide leitet die Tour und hat Weisungsrecht gegenüber den Teilnehmern. Sind mehrere Guides auf der Tour dabei, wird vorher festgelegt, wer der „Chef“ ist. Unterschiedliche Ansichten werden intern geklärt. Wenn ein Guide „A“ sagt, kann der andere nicht „B“ sagen, zumindest nicht vor der Gruppe.
  • Jede Gemeinschaft braucht Regeln: Vor dem Start werden die Regeln für das Fahren in der Gruppe besprochen. Erkläre deinen Mitfahrern, warum es notwendig ist, dass sich jeder daran hält.
  • Fehlverhalten ansprechen: Verstößt ein Teilnehmer gegen die Gruppenregeln, dann nimm ihn bei der nächsten Pause zur Seite und rede mit ihm unter vier Augen. Sag ihm höflich, aber bestimmt, was er falsch gemacht hat. Zeigt er keine Einsicht und Besserung, schick ihn nach Hause.
  • Du bist Vorbild: Was du von anderen erwartest, musst du selber auch vorleben. Halte vor allem dein Motorrad in Schuss. Pannen kann es immer geben. Es ist aber ziemlich peinlich, wenn ausgerechnet der Tourguide wegen technischer Mängel am Fahrzeug liegenbleibt.
  • Das Risiko fährt immer mit: Im Fall des Falles hilft es dir und den anderen, wenn du Ruhe bewahrst und dich in der Ersten Hilfe auskennst. Ein Auffrischungskurs alle 3 – 4 Jahre gibt dir Sicherheit. Verbandstaschen nach DIN 13167 (für Motorräder) brauchen kaum Platz. Bordwerkzeug, ein Reparaturset für Reifenpannen, Draht, Isolierband, Spanngurte und Kabelbinder sind nützliche Helfer im Fall einer Panne. Eine weitere sinnvolle Anschaffung ist ein Reservekanister.
  • Hab Spaß! Deine gewissenhafte Planung ist eine wichtige Grundlage, aber nicht der alleinige Erfolgsgarant für das Gelingen der Tour. Gute Laune gehört auch dazu. Wenn das Klima in der Gruppe etwas unterkühlt ist, gehe mit gutem Beispiel voran und zeige den anderen, wie viel Spaß man beim Motorradfahren haben kann.